Vereinsgeschichte - Fischerkameradschaft Kirchentellinsfurt

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Historie 1964

Am 28. März 1964 wurde die Fischerkameradschaft als Interessensgemeinschaft gegründet.

Gründungsmitglieder: Armbruster Gerhard, Diebold Helmut, Lothar Frisch, Gaiser Walter, Heusel Jakob, Heusel Jürgen, Junghans Ewald, Kaltenmark Hans, Kaltenmark Heinz, Kern Paul, Kimmerle Julius, Klumpp Friedrich, Mayer Paul, Nagel Fritz, Nerz Günter, Nerz Karl, Nübling Alfred, Schreiner Alfons, Schreiner Friedrich, Stehle Roland, Stehle Wilhelm, Thoni Christian, Thoni Friedrich, Thoni Gerhard, Walker Friedrich, Weber Erich, Widmaier Kurt, Wiska Rudolf, Wörn Alfred, Fritz Zatlukal

Bei der Gründungsversammlung der 30 Mitglieder wurde folgende Vorstandschaft bestimmt:

1. Vorstand:                                        Karl Nerz
2. Vorstand:                                        Wilhelm Stehle
Schriftführer und Kassier:             Günter Nerz
Stellv. Kassier u Schriftführer:      Roland Stehle
Ausschussmitglieder:                      Paul Mayer
                                                               Friedrich Schreiner
                                                               Erich Weber

Zunächst wurde von der Gemeinde folgendes Fischwasser gepachtet: Alter Neckar, Krebsklinge, Lauklinge und der Schlierbach.

Am 18. April 1964 wurde die erste Mitgliederversammlung durchgeführt. Die ersten beschlossenen Arbeitseinsätze bestanden darin, in der Lauklinge mehrere kleine Staus und zur Markungsgrenze hin einen etwas größeren Stau anzulegen, um Forellen anzusiedeln. Bevor jedoch die ersten Forellen aus dem Gewässer gefischt werden konnten, hatten die Fischerkameraden mit einigen Tücken zu kämpfen. Der Untergrund auf den umliegenden Wiesen war so weich, dass die vom Vereinsmitglied Alfred Nübling eingesetzte Planierraupe total einsank. Alles musste daraufhin von Hand ausgehoben werden.

Im Mai 1964 konnten schließlich versuchsweise 42 fangfähige Forellen ausgesetzt werden. Der Transport von Horb-Isenburg war auch nicht ganz ohne, da die Sauerstoffflasche schon vor Tübingen leer war. Die Forellen erholten sich zwar rasch, wurden aber größtenteils von Schwarzfischern herausgeangelt. Es wurde noch im selben Jahr, am 12. Oktober, an der Lauklinge das erste Preisangeln durchgeführt und so sicherten sich die Angelfreunde wenigstens die restlichen Forellen. Da nur für 2 Angler Platz zum Angeln war, wurde die Reihenfolge der Angler ausgelost. Jeder Teilnehmer durfte 3 Minuten angeln, bzw. musste nach dem Fang einer Forelle aufhören.

Im darauffolgenden Frühjahr wurden die Staus wieder abgebaut, nachdem der Winterfrost und das Hochwasser sein Werk getan hatten. Das Vereinsmitglied, Friedrich Schreiner, stellte sein Fischwasser am Neckar kostenlos zur Verfügung.

Am 10. Februar 1968 wurde auf der Hauptversammlung beschlossen, dass auch „Nicht Kirchentellinsfurter“, also Auswärtige“, aufgenommen werden können. Genauer gesagt pro zwei Mitglieder aus Kirchentellinsfurt eine Person aus einer anderen Ortschaft. Im gleichen Jahr wurde auch eine Jugendgruppe gegründet.
Im Jahr 1969 wurde das Vereinsleben verstärkt, indem es an jedem 1. Freitag in den ungeraden Monaten eine Zusammenkunft gab.

Seit dem 28. Februar 1970 war die Fischerkameradschaft Mitglied im Landesfischereiverband Südwürttemberg Hohenzollern e.V.

Mitgliederzahl Stand 31.12.1970: 48, davon 36 K`furter und 12 Auswärtige, davon 2 Jungfischer.
Am 9. Februar 1974 übernahm Fritz Zatlukal das Amt des 1. Vorstandes.


Historie 1975

Bei der Hauptversammlung am 11. Januar 1975 wurde einstimmig beschlossen, dass die von der Firma Weber kostenlos überlassene Holzhütte am Dammweg zum Vereinsheim umgebaut werden sollte. Zuvor wurden alle Zusammenkünfte entweder im Sportheim oder im Gasthaus zum Schloss, ab 1969 im Vereinsheim Waldeck des Kleintierzuchtvereins abgehalten.
Der Verein wuchs zu einer Mitgliedergröße von zirka 370 Mitgliedern an. Am 14. Januar 1994 wurde Fritz Zatlukal zum Ehren-Vorstand ernannt.
Am 8. Februar 1975 wurde mit den Umbauarbeiten begonnen und am 15. April konnte die Eröffnung vorgenommen werden. Die ersten Wirtsleute waren damals Loni und Fritz Zatlukal. Nachdem das Anglerheim auch an Wochentagen geöffnet wurde, wurde es ab 1976 verpachtet.
Der Abwasserverband Unteres Echaztal-Härten überließ uns auf unbestimmte Zeit das Erdbecken oberhalb des Eingangs zum Klärwerk zur Verwendung als Fischteich. Im Februar 1977 begannen die Umbauarbeiten des „Erdloches“ zu einem Fischweiher. Am 14. August wurde dieser mit dem ersten Fischerfest eingeweiht.



Historie 1984

1984 musste der Fischweiher und das umliegende Gelände, welches bis dahin als Platz für zahlreiche schöne Fischerfeste diente, der Erweiterung der Kläranlage weichen.

Am 13. Mai 1984 übertrug die Gemeindeverwaltung der Fischerkameradschaft die Bachpatenschaft für den Schlierbach. Besonders der damalige Jugendleiter Uli Junghans, bzw. Uwe Hensel kümmerten sich mit der Vereinsjugend lange Jahre sehr intensiv um den Bachverlauf, die Gehölzpflege und der Unrat Beseitigung. Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Pflege der Kopfweiden gelegt.

Der Abschluss des Pachtvertrages mit der Firma Mayer, am 25. Januar 1985, war ein großartiger Tag für die Fischerkameraden.

Vom 7.-9. Juli 1989 feierte die Fischerkameradschaft ihr 25jähriges Vereinsjubiläum.







Bericht aus dem GEA vom 5. Juli 1989.












Für ihre 25jährige Mitgliedschaft werden mit der Vereinsnadel in Gold geehrt: Lothar Frisch, Jürgen Heusel, Günter Nerz, Karl Nerz, Friedrich Schreiner, Erich Weber, Fritz Zatlukal.

Die Vereinsnadel in Silber für 20jährige Mitgliedschaft erhielten: Herbert Farnberger, Kurt Fromm, Siegfried Hornung, Erich Kindermann, Engelbert Pfeiffer, Günter Wandel, Walter Wöhr, Egon Zehender.

Am 9. Juni 1990 fand in der Echaz ein großes Fischsterben statt. Zu den Pflichten, im Rahmen der Gewässer Hege und Pflege, der Fischerkameradschaft gehörte auch die traurige Aufgabe, die verendeten Fische aufzusammeln.




Im Jahr 1991 wurde mit der ersten Phase der Vergrößerung des Fischerheimes begonnen.




Rauchforellen beim Fischerfest 1991:






Bei all den Fischerfesten haben die Rauchforellen der Fischerkameraden Tradition, sind ein fester Bestandteil der Speisekarten und werden von den Gästen der Fischerfestes immer sehr gerne verkostet.








Zeitungsbericht zum Fischerfest im Juli 1993:





Historie 1994

Im 14. Januar 1994 trat Gotthold Zehender die Nachfolge von Fritz Zatlukal an. Günter Nerz trat nach 30 Jahren ebenfalls nicht mehr zur Wahl des Schriftführers und Kassiers an. Diese Funktion übernahm Hermann Schnaidt. Günter Nerz und Fritz Zatlukal wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Im Jahr 1995 wurde die Geschäftsstelle im Jugendraum eingerichtet. Die Öffnungszeiten sind seitdem an jedem ersten Freitag im Monat, von 19:00 – 20:00 Uhr.

Ausschuss Zusammensetzung Hauptversammlung 1996:





(v.l.n.r: F. Zehender, W. Rilling, U. Junghans, K. Hirsch, U. Hensel, H. Schnaidt, F. Nonnenmacher, F. Zatlokal, G. Zehender, P. Kehle).


1999 konnte der Epple-See im Rahmen eines Pachtvertrages um ein weiteres Gewässer gewonnen werden.

Der IG Epple gehören die Reutlinger-, Tübinger- und seit 2003 auch die Fischerkameraden aus Dettingen/Erms an.

Am 5. Juli 2000 verstarb Gotthold Zehender, der sich ebenfalls mit viel Engagement um den Verein verdient gemacht hatte.

Zu seinem Nachfolger als 1. Vorsitzender wurde Peter Kehle gewählt.

Im Jahr 2000 wurde die zweite Phase der Erweiterungsarbeiten gestartet. Unter der Leitung des neuen Vorstandes Peter Kehle wurden der Jugendraum und der Toilettenbereich abgerissen und neu aufgebaut.

Ebenso wurde die alte „Fischerkiste“ abgebrochen und neu errichtet. Dies war nur durch den überaus hohen Einsatz der ehrenamtlichen Helfer des Vereins möglich, über unzählige Arbeitsstunden hinweg.









In diesem Jahr wurde auch die IG Neckar gegründet. Ihr gehören die Vereine Kirchentellinsfurt, Tübingen, Reutlingen, Altenburg, Pliezhausen, Oferdingen, Nürtingen und Dettingen an. Das Regierungspräsidium ist ebenfalls dabei. Das Amt des Vorsitzenden wurde Peter Kehle übertragen.







Im Winter 2001 fuhren wir nach Seeburg, bei Bad Urach. Dort fand bei sehr frostigen Temperaturen ein Angeln auf Forellen statt. Früh morgens ging es los. Bei Dämmerung waren wir vor Ort und es wurden die Angelplätze verlost beziehungsweise zugeteilt. Leider waren es nicht die besten Stellen. Trotzdem wurden einige schöne Forellen gefangen.


Auf dem Bild sind von links nach rechts Klaus Hirsch, Peter Kehle, Hermann Schnaidt zu sehen.







Im Laufe der Jahre nahm im Mayer-See der Pflanzenbewuchs mehr und mehr zu. Im Rahmen der Hege- und Pflegeverantwortung wurden zahlreiche Arbeitseinsätze zur Krautbekämpfung durchgeführt.






Diese wurden in der Regel für den Spätsommer geplant, wenn sich das Kraut nicht mehr im Wachstum befand und gleichzeitig noch so fest war, dass es im Ganzen heraus gezogen werden konnte.

Hier ein Bild vom Arbeitseinsatz am Mayer-See im Spätsommer 2003.






Historie 2004

Am 8. Mai 2004 fanden die Feierlichkeiten zum 40jährigen Vereinsjubiläum in der Richard-Wolf-Halle statt. Rund 200 Gäste nahmen an den Feierlichkeiten teil.



Auf dem Bild sind von v.l.n.r. der 1. Vorsitzende Peter Kehle und die Gründungsmitglieder Erich Weber, Jürgen Heusel, Lothar Frisch, Ehrenvorstand Fritz Zatlukal und Ehrenmitglied Günter Nerz.

Bürgermeister Kraus lobte den Verein mit den Worten „Der Verein bereichert das bürgerschaftliche Leben in unserer Gemeinde“. Neben verschiedenen Ehrungen wurde auch die 25jährige Tätigkeit von Rudi Lüdke als Gewässerwart gewürdigt.


Der 1. Vorsitzende Peter Kehle betonte in seiner Rede die Wichtigkeit für den Verein, einen zentralen Ort zu haben, an dem die Fischerkameradschaft gelebt werden-, und ein Austausch zwischen den Vereinsmitgliedern stattfinden kann. „

Die hohe Loyalität der Mitglieder zu ihrer Fischerkameradschaft sei eine gute Voraussetzung dafür, um auch zukünftig in einem sich ändernden gesellschaftlichen Umfeld die Herausforderungen zu bestehen“.

Er unterstrich auch die Wichtigkeit der Jugendarbeit als Zukunftsversicherung für den Verein.

Der Verein hatte zu dieser Zeit 367 Mitglieder, davon ca. 200 Aktive, 37 Jugendliche und 130 Fördernde Mitglieder.




Diese Vereinsentwicklung war nur möglich, weil viele Mitglieder sowohl in den Gründerjahren, als auch über die Aufbaujahre hinweg, viel Freizeit und „Herzblut“ in den Verein eingebracht hatten und somit einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung bis hin zur heutigen Ausprägung genommen hatten.

Während der Hauptversammlung Ende Januar 2005 wurde der bisherige zweite Vorsitzende Wolfgang Rilling, in einer turbulenten Wahl, zum neuen ersten Vorsitzenden gewählt. Er war über 8 Jahre hinweg in diesem Amt tätig. Wolfgang Rilling leitete die dritte Umbauphase, nämlich den Neubau des Geräteschuppens zu einer schönen Lagerhalle.

In seiner Verantwortung kam auch der Vertrag mit dem heutigen Pächter der Fischerkiste, Hartmut Fechner, zu Stande.

Im Jahr 2011 wurde der Pachtvertrag Epple-See verlängert, im darauffolgenden Jahr 2012 auch der Pachtvertrag Mayer-See.

Somit stehen den Fischerkameraden in den kommenden Jahren schöne Gewässer zur Ausübung des Angelsports zur Verfügung. Zu den Hauptaufgaben der Fischerkameradschaft gehören auch die Hege und Pflege der ihr in Verantwortung stehenden Gewässer.

Die Aufgabe beinhaltet die Gehölzpflege an den Gewässern und das Aufsammeln von Müll, der sich über das Jahr hinweg durch Badegäste und Andere ansammelt. Die Gewässer sind regelmäßig auf Verschmutzung am und im Wasser und in Bezug auf Auffälligkeiten der Fische hin zu untersuchen. Ebenso ist es wichtig, Schutz- und Laichmöglichkeiten sicher zu stellen, um einen nachhaltigen und ausgewogenen Fischbestand zu gewährleisten. Hierzu gehören auch das Erstellen von Fangbeschränkungen, oder das Nachbesetzen von Fischen. Ein weiteres Aufgabengebiet ist das Einrichten von Schutz- und Ruhezonen für die einheimische Fauna und Flora.

Bei der Hauptversammlung im Januar 2013 trat Wolfgang Rilling nicht mehr zur Wiederwahl an. Da sich kein direkter Nachfolger fand, übernahm der zweite Vorsitzende Heini-Markus Hallabrin für 2 Jahre die Verantwortung.
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